Auf der Flucht vor dem Regen

Juni 17, 2013

Dieses Wochenende entschloss ich mich dem Regen in Melbourne zu entziehen und fuhr in den Norden Victorias. Wie jedes Mal, hört es gut 100km von Melbourne entfernt auf zu regnen und man sieht blauen Himmel. Auf Dauer kann das schon frustrierend sein, wenn das schöne Wetter so nah und doch so fern ist…

Wie gesagt, das Wetter war super, aber es war für australische Verhältnisse ziemlich kalt, mit bis zu 0°C. Ich verbrachte zwei Nächte in der Nähe von Mildura. Am Nachmittag meiner Ankunft blieb ich leider ohne Foto. Nicht gerade ein guter Start in den Trip. Am nächsten Morgen konnte ich dann endlich erste Erfolge verbuchen und einen Stelschwanz-Dornschnabel (Acanthiza apicalis – Unterart albiventris), sowie einen Schwarzkehl-Honigfresser (Lichenostomus leucotis – Unterart novaenorciae) fotografieren. Leider blieb es bei diesen beiden Arten für den gesamten Tag und ich konnte am Nachmittag wieder nichts erwischen.

Stelzschwanz-Dornschnabel (Acanthiza apicalis – Unterart albiventris)  Inland Thornbill

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Schwarzkehl-Honigfresser (Lichenostomus leucotis – Unterart novaenorciae)  White-eared Honeyeater

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Den letzten Morgen verbrachte ich an einem See, an dem es Rötelfeldhuscher (Calamanthus campestris) geben sollte. Fragt mich bitte nicht, wer sich diese Namen ausgedacht hat! Da der See auf dem Rückweg lag, verließ ich mein Quartier bereits sehr früh und erreichte den See bei Sonnenaufgang um 7:30. Die Temperatur belief sich auf gerade mal 1°C. Ich konnte nach kurzer Zeit bereits einige Rötelfeldhuscher entdecken, diese zeigten sich aber unkooperativ und so wollte ich mich gerade unverrichteter Dinge auf den Heimweg machen, als ein Rötelfeldhuscher sich ziemlich dicht neben mir auf einer kleinen Pflanze niederließ und zu singen begann. Da der Vogel sich im vollen gegenlicht befand, musste ich für ein Foto ein mal im ihn herumlaufen. Ich machte mir keine große Hoffnung, denn jedes Mal zuvor huschte der Huscher sofort davon 😉 Einen Versuch wollte ich jedenfalls noch wagen, was hatte ich schließlich zu verlieren!? So warf ich schnell alle Sachen die ich in den Händen hielt auf den Boden und behielt nur meine Kamera auf den Schultern. Während ich schnell um den Feldhuscher herumlief, verlängerte ich die Beine meines Statives, so dass die Höhe ungefähr passen sollte ich stellte die Kamera im richtigen Lichtwinkel ab. Sofort blicke ich durch den Sucher und konnte zu meiner Freude den Rötelfeldhuscher sehen! Er begann sogar wieder zu singen. Nach rund 35 Fotos verabschiedete er sich dann. So kam mein kleiner Trip also doch noch zu einem guten Abschluss.

Rötelfeldhuscher (Calamanthus campestris) Rufous Fieldwren

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Fazit: 2 tage, drei neue Arten, 3-5 gute Bilder, das ist nicht wirklich gut, aber auch nicht schlecht 🙂

Achja, und wie sollte es anders sein, ungefähr 150km vor Melbourne sah ich die ersten Wolken und wenig später regnete es! Es regnet übrigens immer noch….

 

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