Letzte Woche laß ich einen Bericht von einem Fotografen, der schrieb, dass der Canon 2x Extender völliger Müll sei. Diese Aussage überraschte mich doch ziemlich. Wer mich kennt weiß, dass der 2x TC fester Bestandteil meiner Ausrüstung ist. Dies heißt nicht, dass ich ihn unbedingt gerne benutze, aber es gibt Situationen, da ist es einfach notwendig. Die Alternative würde heißen kein Foto zu machen. Auch das Argument, dass die Qualität zu schlecht werden würde, kann ich nicht teilen. Sicherlich lässt sie nach, aber ist immer noch mehr als brauchbar.

Als Vogelfotograf kommt man öfters in Situationen, in denen man einfach nicht dichter an sein Motiv heran kommt. Sei es weil etwas zwischen einem und dem Vogel ist oder der Vogel einen einfach nicht dichter heran kommen lässt. Das Ergebnis ist das gleiche. Entweder man begnügt sich mit einem Bild auf dem der Vogel nur Erbsengröße hat oder man nimmt den 2x TC. Letzteres ist meine Wahl. Manche von euch werden sagen, dass man ja auch den 1.4x Extender nehmen könnte und dann croppen, jedoch reicht dies in vielen Situationen einfach nicht aus.

An meiner Mark IV gibt mir der 2x Extender beeindruckende 1560mm Brennweite.

Gestern fand ich auf der Kamera meiner Freundin ein Bild, dass genau solch eine Szene zeigt, in der ohne 2x Extender kein Bild möglich gewesen wäre. Das Pärchen Brahminenweihe (Haliastur indus) ließ mich einfach nicht dichter als 25-30m heran und so benutze ich mal wieder den 2x TC. Das Ergebnis ist nun sicherlich kein Kracherfoto, aber alle Mal gut für ein paar Verkäufe und in jedem Fall besser als kein Bild zu haben!

Die roten Pfeile markieren die Vögel.

Einige von euch werden sich sicher fragen, wieso mein Stativ nicht flach auf dem Boden liegt. Dies hatte einige Gründe, zum Einen hätte ich mit einer tieferen Stativposition ein Haus im Hintergrund gehabt und zum Anderen saßen die Vögel auf einem kleinen Hügel. So war in dieser Situation eine höhere Stativposition besser.

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Zurück in den Busch

Mai 15, 2013

Nachdem Die Helmkakadus (Callocephalon fimbriatum) sämtliche Weißdornbüsche leergefressen haben, sind sie weitergezogen, so habe ich mich wieder anderen Vögeln gewidmet. An einer neue Stelle, fand ich viele kleine Buschvögel. Hier ein paar Aufnahmen.

Mondstreif-Honigfresser (Melithreptus lunatus) White-naped Honeyheater

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Weißaugen-Honigfresser(Phylidonyris novaehollandiae) New Holland Honeyeater

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An dieser Stelle gibt es ein großes Aufkommen von Dornastrilden (Neochmia temporalis) Red-browed Finch, welche gerne beieinander zu sitzen scheinen.

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Die letzten zwei Tage habe ich ebenfalls bei den Helmkakadus verbracht und einige weitere Bilder machen können. heute ließen sie mich sogar bis auf 50cm heran, ohne auch nur Kenntnis von mir zu nehmen. Ich frage mich so langsam, ob Weißdornbeeren eine berauschende Wirkung haben, denn ganz normal ist solch ein Verhalten eigentlich nicht. Die Helmkakadus sind wie besessen von den kleinen roten Beeren.

Hier ein paar Bilder der letzten beiden Tage

Die komplette Galerie könnt ihr HIER sehen.

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Hier sieht man meine Kamera und die Kakadus. Die beiden sind auf dem Foto knapp 1m von mir weg!

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Und hier ein Bild mit dem Weitwinkel… Mir gefällts ziemlich gut

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Seit jeher sind Helmkakadus (Callocephalon fimbriatum) meine Lieblingsvögel. In Zoos und bei privaten Haltern sind sie sehr selten und so war es mir nur einige Male vergönnt diese tollen Kakadus live zu sehen. Als ich vor einigen Jahren nach Australien ausgewandert bin, hoffte ich natürlich es zu schaffen freilebende Helmkakadus zu sehen und vor allem zu fotografieren. Es sollte jedoch 3 Jahre dauern, bis mir das endlich gelang. Gestern nachmittag bekam ich eine SMS von einem Freund, der mir eine neue Stelle nannte, an der die Kakadus manchmal fressen. Da das Wetter schön war, entschied ich mich schnell dort hin zu fahren. Als ich ankam war kein Helmkakadu weit und breit zu sehen. Nach gut einer Stunde hörte ich jedoch den unverkennbaren Ruf eines Helmkakadus und folgte diesem. Kurze Zeit später fand ich 4 Helmkakadus in einem Weißdornbusch! Es war ein Pärchen mit zwei Jungvögeln.

Normalwerweise leben Helmkakadus in den Gebirgen östlich von Melbourne. Jeden herbst kommen sie aber in die östlichen Stadtbezirke, um die roten beeren der Weißdornbüsche zu fressen. In einigen Stadtpark stehen diese Büsche zu Hauf. Es ist interessant, wie sich Helmkakadus auf die nach Australien eingeführten Weißdornbüsche spezialisiert haben.

Sofort nachdem ich die Helmkakadus entdeckt hatte rannte ich zurück zu meinem Auto, um meine Kamera zu holen. Als ich wieder kam, waren die Kakadus glücklicher Weise noch da und erlaubten mir viele schöne Bilder. Nach einiger Zeit wurde es relativ dunkel und ich brauchte meinen Blitz. Dieser lag jedoch 400m weit entfernt im Auto, da ich in der Aufregung zuvor nicht den Nerv hatte ihn aufzubauen. Ich rang kurz mit mir, dann entschied ich mich die Kamera einfach in einem Busch abzustellen und zum Auto zu rennen, um den blitz zu holen. gesagt getan. Zum Glück waren sowohl die Helmkakadus, als auch meine Kamera noch da als ich wieder kam. So konnte ich dann noch weitere Bilder machen.

Hier nun die Bilder. Auf dem Making Of sehr Ihr, dass ich mir den Hügel zu nutze machen, um auf Augenhöhe mit den Kakadus zu kommen. Zudem kann ich so einen besseren Hintergrund bekommen.

Zudem seht Ihr, dass ich fast genau in die untergehende Sonne fotografiere. Fragt Ihr euch wieso?

Ganz einfach! Da sowohl die Helmkakadus, als auch mein Hintergrund im Schatten liegen, spielt die Richtung der Sonne fast keine Rolle. In dieser Situation sind der Hintergrund und die Augenhöhe mit den Helmkakadus viel wichtiger als das letzte bisschen Licht.

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