Ich hab mich entschlossen mal ein paar mehr Making Ofs und andere Bilder zu posten, die ein paar Einblicke geben was ich so tue und warum.

Als erstes Beispiel soll ein Grauschwanz-Wasserläufer (Heteroscelus brevipes) dienen, den ich auf Magnetic Island fotografiert habe. Ich entdecke den Wasserläufer auf einem schönen roten Stein stehend. Ich hielt sofort das Auto an und baute meine Kamera so schnell ich konnte auf. Da die Sonne noch hinter einem nahelegenden Berg war, lag der gesamte Bereich um den Stein herum in dunklem Schatten. Da ich dachte, dass der Grauschwanz-Wasserläufer gleich wegfliegen würde, baute ich meinen Blitz nicht auf und näherte mich dem Vogel. Nach den ersten paar Bildern sah ich jedoch, dass ich ohne Blitz kein schönes Foto machen können würde. Hätte ich den Wasserläufer korrekt belichtet, wäre das Wasser weiß gewesen, das wollte ich um jeden Preis vermeiden.

Hier nun das Bild ohne Blicht. Zu dunkel belichtet wegen des Wassers und insgesamt etwas flau und grau.

JCW_20130328_6939

 

Da ich so einfach nicht das Bild kreieren konnte, was ich im Kopf hatte, rannte ich zurück zum Auto und holte meinen Blitz, die Blitzbatterie und den Better Beamer. Zum Glück war der Wasserläufer immer noch da, als ich wieder kam. So konnte ich endlich das Bild machen wie ich es im Kopf hatte. Durch den Blitz konnte ich das Wasser korrekt belichten, da der Blitz den Wasserläufer genug aufhellte. So entstand ein sehr schönes Bild mit „Pepp“.

JCW_20130328_7078

 

Der Grauschwanzwasserläufer war ca. 17m entfernt. Das ist ziemlich weit, jedoch mit dem 2x TC kein Problem und genau Fullframe. 🙂

 

1D Mark IV

600 L IS

2x TC III

ISO 1600

F11

1/320

580EX II + Better Beamer @ -1

Und zum Schluss das Making Of, sodass Ihr einen Überblick über die Szene und die Verhältnisse bekommt.

GTT_making_ofII

 

 

 

 

Zudem habe ich gerade alle meine Meisenbilder hochgeladen. Diese könnt Ihr HIER finden.

 

JCW_20081102_7383

 

Heute will ich mal ein Beispiel zeigen, wie man die Wirkung eines Fotos mit nur wenigen Schritten völlig verändern kann.

Als Beispiel wird mir der Fischadler dienen, den Ihr schon aus dem Blogeintrag weiter unten kennt. An jenem Morgen landete der Adler direkt über als, als ich am Strand liegend Reiher fotografierte. Sofort sprang ich auf und machte einige Fotos. Der Hintergrund war blaugrauer Himmel, was nicht sonderlich aufregend ist.

JCW_20130328_7201

Da der Adler nicht sofort wegflog, versuchte ich eine Möglichkeit zu finden, einen besseren Hintergrund zu kreieren  Da fiel mein Blick auf die kleinen Berge, die die Insel bedecken. Sie sind nicht übermäßig hoch, aber ich fand eine Stelle, an der ich den Fischadler vor einem grünen Berghang platzieren konnte. Das Ergebnis ist ein viel interessanteres und  besseres Fotos.

JCW_20130328_7256nr

Es ist wichtig beim Fotografieren nicht den Überblick zu verlieren und alles andere zu vergessen, wenn plötzlich ein besonderes Vogel vor einem auftaucht. Ich persönlich gehe lieber das Risiko ein, dass der Vogel wegfliegt, anstatt nicht zu versuchen das bestmögliche Fotos zu machen.

Magnetic Island

April 17, 2013

Hey,

Ich habe gerade 40 neue Bilder auf meine Webseite geladen. Vor zwei Wochen war ich mit meiner Freundin auf Magnetic Island in Queensland und obwohl es keine Fotoreise war gelangen mir einige schöne Fotos.

Alle Bilder könnt Ihr HIER sehen

Um ehrlich zu sein hatte ich mir im Vorhinein nicht zu viel von dieser Reise versprochen, jedoch hatte Magnetic Island einige tolle Vögel im Angebot. Allen voran der Langschwanztriel (Burhinus grallarius). Was einem sofort auffällt sind die riesigen Augen. Normalerweise leben diese Vögel im dichten Buschwerk, jedoch fand ich eine Stelle an der die Triele sich ab und an ins Offene wagten. Langschwanztriele sind nachtaktiv und verbringen den Tag wie eine Statur. Manchmal bewegen sie sich keine Zentimeter für Stunden!

Langschwanztriel (Burhinus grallarius) Bush Stone-curlew

JCW_20130324_5674

Was für riesen Augen!

JCW_20130324_5592

Eine weitere Vogelart, die ich schon einige Male sehen konnte, aber noch nicht fotografiert hatte, ist das Friedenstäubchen (Geopelia placida). Diese winzige Taube lebt im warmen Norden Australiens. Sieht man sie von Nahem, fallen einem sofort die feinen Halsringe und die blaue Haut um die Augen auf. Die Täubchen sind sehr scheu. Eines Morgens hatte ich aber Glück. Ein Pärchen fraß auf der Schotterstrasse. Als ich sie sah, hielt ich sofort an, Griff die Kamera und das Stativ und legte mich auf den Boden. So gelangen einige Bilder, bevor die Friedenstäubchen davon flogen.

Freidenstäubchen (Geopelia placida) Peaceful Dove

JCW_20130324_5805

In der Nähe unseres Hotels brütete ein Paar Brahminenweihe (Haliastur indus). Das Paar saß oft im nahe gelegenen Hafen und war nicht sonderlich scheu, jedoch ließen sie mich auf nie wirklich nahe genug heran. So biss ich mir an ihnen fast den ganzen Urlaub die Zähne aus. Erst am vorletzte Tag, ließen sie mich kurz etwas näher heran. Da der Brahminenweih auf einem Geländer saß, entschloss ich mich einige Portraits zu schießen.

Brahminenweih (Haliastur indus) Brahminy KiteJCW_20130328_7878

JCW_20130324_5860clodonr

Jeden Tag flogen einige Banks Rabenkakadus (Calyptorhynchus banksii) über unsere Köpfe. Die meisten werden wissen, dass Papageien und Kakadus meine absoluten Favoriten sind, daher war es um so schwerer die tollen Vögel zu sehen, aber keine Fotos machen zu können. Eines Abends entdeckte ich eine kleine Gruppe Rabenkakadus in einem Baum am Strand. Die Kakadus fraßen dort unreife Früchte. Leider saßen alle Rabenkakadus zu hoch oder waren von Blättern verdeckt. Wie es der Zufall so wollte, entschied sich jedoch ein Kakadu an eine andere Stelle zu klettern. Genau diese Stelle war ideal um für Fotos, da die Sicht nicht durch Blätter verdeckt wurde und ich die entfernten berge als Hintergrund nutzen konnte. So gelangen mir dann doch noch einige schöne Aufnahmen dieser tollen Vögel

Banks Rabenkakadu (Calyptorhynchus banksii) Red-tailed Black Cockatoo

JCW_20130326_6586nr

Den vorletzten Morgen fand ich Verhältnisse vor, die mich an Florida erinnerten. Nachdem ich in Darwin bereits die weiße Morphe der Riffreiher (Egretta sacra)s fotografieren konnte, wollte ich unbedingt auch die dunkle Morphe erwischen. fast die gesamte Woche waren die Reiher sehr scheu, an jenem Morgen war die Flut bereits auf dem Höhepunkt und es war fast kein Strand mehr übrig, sodass die Riffreiher nur in einem kleinen Bereich fischen konnten. Als ich mich dem Reiher näherte erwartete ich, dass er sofort wegfliegen würde, dies tat er jedoch nicht! So konnte ich ihn fast eine Stunde lang in allen möglichen Posen fotografieren. Ich wünschte so etwas würde öfter passieren!

 Riffreiher (Egretta sacra) Pacific Reef Egret

JCW_20130328_7372

JCW_20130328_7448

JCW_20130328_7321

Während ich den Riffreiher fotografierte landete ein Fischadler (Pandion cristatus) genau neben mir. Da ich im Sand lag dachte ich, dass er sofort wegfliegen würde, wenn ich aufstehe, um ein Foto zu machen, dies tat er jedoch ebenfalls nicht und so konnte ich neben dem Reiher auch noch einen Fischadler fotografieren. Was für ein gelungener Morgen!

Fischadler (Pandion cristatus) Eastern Osprey

JCW_20130328_7256nr

Um alle Bilder von Magnetic Island zu sehen  klickt hier

Hey,

Ich habe gerade alle Bilder von meiner Reise nach Nordaustralien auf meine Webseite geladen.

Ihr könnt die Bilder unter folgendem Link finden:

Teil I

Teil II

JCW_20130314_4429

Nach dem mühsamen und schlauchenden Start, gelangen mir glücklicherweise einige gute Aufnahmen von meinen beiden Hauptzielen der Reise, dem Hooded- und dem Brownsittich. Inzwischen bin ich wieder einige Zeit zu Hause in Melbourne und die Strapazen weichen der Freude über die guten Ergebnisse. Das kühle Wetter von nur 20 Grad anstatt 42° hilft sicherlich auch dabei. Als ich gestern den Wetterbericht der letzten Tage für das Gebiet der Hoodedsittiche ansah, musste ich feststellen, dass es dort in den letzten Tagen fast 500 mm geregnet hat und alles überflutet ist. Das verdeutlichte mir noch ein mal wie viel Glück ich hatte in der Regenzeit nach Nordaustralien zu reisen und das ohne nass zu werden! Bei Monsunregen hätte ich überhaupt keine Aufnahmen machen können.

Aber nun zurück zur Reise. Der Brownsittich am letzten Morgen in Katherine rettete gewissermaßen die Stimmung der ganzen Reise und so fuhren wir mit einem recht gutem Gefühl wieder Richtung Darwin. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp in Adelaide River ein und sahen auch in paar Interessante Vögel. Da ein paar Wolken aufzogen, versuchten wir schnell etwas aufzubauen, jedoch verzogen sich die Wolken plötzlich wieder, sodass wir unverrichteter Dinge und ohne weitere Fotos weiterziehen mussten. Da es früher Nachmittag war, war an ein Fotografieren ohne Wolken nicht zu denken.

Nach einigen Stunden Fahrt erreichten wir Darwin und checken in unser Hotel ein. Nachdem das erledigt war ging es auf die Suche nach einer geeigneten Stelle, um ein paar Honigfresser zu fotografieren. In einem Mangrovensumpf wurden wir fündig und konnten verschiedene Honigschmecker fotografieren. Leider blieb und das spektakulär gefärbte Männchen des Rotkopf-Honigfresser (Myzomela erythrocephala) verwehrt, aber das Weibchen ist ja auch schön. Zudem gesellte sich auch der graue Wulsthonigfresser (Lichenostomus unicolor) hinzu. Alles in Allem ein gelungener Tag, insbesondere wenn man den großen Erfolg am Morgen (Brownsittich) hinzuzählt.

Rotkopf-Honigfresser (Myzomela erythrocephala) Red-headed Honeyeater

JCW_20130314_4475clodo

JCW_20130314_4615

Wulsthonigfresser (Lichenostomus unicolor) White-gaped Honeyeater

JCW_20130314_4492

Den nächsten Morgen beschlossen wir wieder am Fogg Dam zu verbringen und es noch ein mal auf Sonnenastrilde zu versuchen. Da es Freitagmorgen war, rechneten wir nicht mit vielen Besuchern, wurden jedoch eines besseren belehrt. Gleich zu Beginn des Dammes sahen wir eine Gruppe Elsterreiher. Wir wollten gerade starten die Reiher zu fotografieren, da fuhr ein anderes Auto genau auf die Stelle wo die Reiher standen und verscheuchte Sie alle. Der Mann stieg aus, nahm sein Fernglas und wanderte von Dannen….Ihr könnt euch sicher vorstellen wie „erfreut“ ich war… Leider sollte dieses Ereignis erst der Anfang eines frustrierenden Morgens sein. Nach dem wir eine Gruppe Sonnenstraile gefunden hatten, bauten wir wieder die Kameras auf. Dies mal parkte ein Bus genau vor unseren Kameras. Wir gestikulierten, dass sie doch bitte woanders parken sollten, jedoch entschied sich die Gruppe im Bus lieber auszusteigen! Total genervt entschieden wir uns einzupacken und ins Hotel zu fahren.

Nach einigen Stunden im kühlen Hotelzimmer ging es dann am nachmittag wieder raus in die Hitze. Wir wollten es noch ein mal an der Honigfresser stelle versuchen. Wir sahen auch einige weitere tolle Arten, konnten am ende jedoch „nur“ einen Braunhonigfresser (Lichmera indistincta) ablichten. Gearde als wir die Kameras wieder ins Auto packen wollten, entdecke ich ein Pärchen Radjahgänse (Tadorna radjah). Sie waren etwas scheu, jedoch gelang mir eine Aufnahme, bevor sie davon schwammen.

Braunhonigfresser (Lichmera indistincta) Brown Honeyeater

JCW_20130315_4816

Radjahgans (Tadorna radjah) Radjah Shelduck

JCW_20130315_0519DONRIII

So ging ein eher durchwachsener Tag zu ende.

Für den Morgen unseres letzten Fototages entschlossen wir uns trotz der schlechten Erlebnisse des Vortages noch ein mal zum Fogg Dam zu fahren. Diesmal suchten wir uns jedoch eine Stelle aus, an der uns niemand sehen konnte und so entgingen wir den nervigen Leuten. Noch bevor wir dort ankamen sah ich einen Mittelreiher (Egretta intermedia) in einem Baum sitzen. Schnell bauten wir die Kameras auf und machten ein paar Fotos. Gleich danach gelang mir eine Aufnahme eines Rostband-Honigfressers (Conopophila albogularis), was für ein gelungener Start!

Mittelreiher (Egretta intermedia) Intermediate Egret

JCW_20130316_4901

Rostband-Honigfressers (Conopophila albogularis) Rufous-banded Honeyeater

JCW_20130315_4709II

Nach dem wir uns eine gute Stelle herausgesucht hatten, wurden wir noch mit einer weiteren Vogelart belohnt, dem Wellenbrust-Honigfresser (Ramsayornis fasciatus). Einer Vogelart, die meist nur in den Baumwipfeln lebt und äußerst schwer zu fotografieren ist. So ging ein ganz guter Morgen zu Ende.

Wellenbrust-Honigfresser (Ramsayornis fasciatus) Bar-breasted Honeyeater

JCW_20130316_4948clodonr-(2)II

JCW_20130316_4913III

Noch nie war ich so erschöpft und geschlaucht wie auf dieser Reise. Die große Schwüle und Hitze und die doch sehr schwer zu fotografierenden Vögel machten die ganze Reise etwas schwerfällig. Daher entschlossen wir uns den letzten Abend mit einem „lockeren“ Strandshooting“ zu verbringen und es nicht wieder sehr aufwendig auf Kleinvögel zu versuchen. Wir wurden mit einigen schönen Bildern belohnt, die eine schwere, aber sehr gelungene Reise abrundeten.

Weiße Morphe des Riffreiher (Egretta sacra) White Morph Eastern reef Egret

JCW_20130316_5007clodonrI

PfuhlschnepfeJCW_20130316_5109

Wüstenregenpfeifer (Charadrius leschenaultii) Greater Sand Plover

JCW_20130316_5181

Isabellbrachvogel oder Sibirischer Brachvogel (Numenius madagascariensis) Far Eastern Curlew

JCW_20130316_4958

Alles in Allem eine fantastische Reise mit außergewöhnlichen Ergebnissen 🙂