Das perfekte Webbild

November 15, 2009

Wenn es darum geht die Bilder schön in Foren oder auf der eigenen Homepage zu präsentieren steht man oft vor einem Problem: Wie bearbeite ich die Bilder perfekt dafür?

Viele Leute stellen sich darunter einen riesen Aufwand vor und 50 verschiedene Ebenen….bei mir dauert es ca 2-3 Minuten für ein Bild, wenn überhaupt so lange.

Zuerst bearbeite ich meine Fotos in Lightroom 2, dies beschränkt sich allerdings auf eine Belichtungs- und ggf. Weißabgleichskorrektur. Danach bearbeite ich die Bilder in Photoshop. Dort korrigiere ich normalerweise die Tonwerte, sättige und füge Kontrast hinzu. Danach wähle ich den Hintergrund aus und zeichne ihn etwas weich  mit dem Gauschen Weichzeichner. Manchmal benutze ich das Photoshop Entrauschungstool zusätzlich.

Soweit denke ich machen das die meisten Leute auch…

Nun zu meinem speziellen Teil. Anstatt die Bilder in einem Schritt zu verkleinern und danach zu schärfen, schärfe ich die Bilder immer in 500 pixel Schritten. Ich schreibe jetzt meinem Workflow ausgehend von einem 3500 Pixel Mark IIn file. Der erste Schrit ist eine Schärfung von Stärke 120 und Radius 1 (120/1). Danach verkleinere ich das Bild auf 3000 pixel an der langen Kante. Daraufhin schärfe ich das Bild wieder mit 90/1. Danach wird es auf 2500 pixel verkleinert. Der weitere Ablauf sieht wie folgt aus:

verkleinern auf 2000 – schärfen 60/0,4

verkleinern auf 1500 – schärfen 80/0,4

Bei unterschiedlichen Kameramodell und Filegrößen muss man ggf die Werte leicht verändern oder Schritte hinzufügen/weglassen.

Im letzten Schritt verkleinere ich meine Bilder auf die gewünschte Größe. Bei mir meist 999 oder 750 pixel. Wenn ich sie noch kleiner mache, schärfe ich oft noch ein weiteres Mal oder benutze den Schärfepinsel um noch ein paar Stellen selektiv zu schärfen. Manchmal passiert es, dass helle oder dunkle Halos um den Vogel erscheinen. Diese mache ich schnell mit dem Weichzeichnerwerkzeug weg.

Das war  schon das „große Geheimnis“. Damit ich das nicht immer manuell eingeben muss, habe ich mir dafür eine Aktion in Photoshop geschrieben. Diese fügt auch gleich meine Signatur und einen rahmen ein. So dauert der ganze Prozess vielleicht 5 Sekunden 🙂

Anbei noch zwei Beispiele, einmal mit meiner Methode und einmal normal. Es ist immer sehr motivabhängig wie große die Unterschiede ausfallen. Aber meine Methode zahlt sich definitiv aus.

JCW_20070711_8617

JCW_20070711_8617111

Der ganze Blogeintrag soll nur meinen Workflow wiederspiegeln und hat keinen Anspruch darauf „korrekt“ zu sein.

Blitzen

November 12, 2009

Ich denke mal das ist ein ganz gutes Thema um anzufangen, da es auch schon auf Englisch viel Zuspruch fand. Warum es hier bei uns so ein Tabu-Thema ist, bleibt mir ein ziemliches Rätsel.

Ich persönliche denke, dass man sich viele Chancen entgehen lässt, wenn man nicht blitzt. Immer wieder muss ich mir Kommentare anhören, dass man solche Ergebnisse auch mit Tiefen/Lichtern in Photoshop oder anderen Methoden erreichen könnte, aber das halte ich für eine sehr gewagte These und würde es gerne mal vorgemacht bekommen. Ich bin mir zu 100% sicher, dass das geblitzte Bild deutlich besser sein wird.

Wenn ich von Blitzen spreche rede ich nicht vom Blitz als Hauptlichtquelle, sondern von einem Aufhellen durch den Blitz. Dieser unterstützt mich also in schwierigen Situation. Grade an bewölkten Tagen oder im Schatten, aber auch bei hartem Sonnenlicht vollbringt ein Blitz oft Wunder. Ich persönlich habe so schon viele Bilder machen können, in Situationen, in denen ich sonst nach Hause gefahren wäre.

Eine gewisse Scheuchwirkung geht immer von einem Blitz aus, jedoch habe ich bisher nur sehr selten einen Vogel mit dem Blitz verscheucht. Wenn dies mal passiert ist dann meistens wenn ich 20-30 kleine Singvögel am Futterplatz hatte. Diese sind oft sehr vorsichtig und sobald einer hochfliegt fliegen alle weg. Im Allgemeinen kann man sagen, dass kleine Vögel sensibler reagieren als große. Ich würde allerdings sagen, dass in vielen Situationen auch das Auslösegeräusch oder das Bewegen des Objektivs den Vogel zum wegfliegen bewogen hätte. Was oft passiert ist, dass ein Vogel mal kurz hochguckt und dann wieder dem nachgeht, was er vorher getan hat. Dies ist aber eher ein positiver Effekt, da man so oft die besten Posen bekommt. 🙂

Für mich überwiegen die Vorteile klar und deutlich. Sei es im dunklen Schatten, oder wenn mand as Schillern eines Erpels hervorheben will, bei all dem hilft einem ein Blitz sehr. 🙂

Anbei nochmal ein paar Andere Beispiele, die Bilder sind unbearbeitet.

 Die Bilder sind immer direkt nacheinander entstanden. Die Unterschiede sind schon recht dramatisch wie ich finde.

doh

sab

Nun gibt es ihn also….

November 12, 2009

…meinen deutschen Blog. Die Umfrage war sehr eindeutig von Ergebnis her und deshalb möchte ich euch eine deutsche Version natürlich nicht vorenthalten 🙂

Hier eins meiner letzten Bilder. Ich werde heut Abend oder die nächsten Tage hier auch ein paar Artikel schreiben.

JCW_20091030_211112

Gibt es besonderes Interesse an bestimmten Themen? Wenn ja lasst es mich wissen und ich werde mehr darüber schreiben. 🙂